Was ist "Gestalt"?

Die Gestalttherapie versteht den Menschen als Geist-Leib-Seele Einheit. Alles ist miteinander verbunden.

Sie ist deshalb eine ganzheitliche Psychotherapie 

Körperarbeit

Gestaltarbeit ist durch den ganzheitlichen Ansatz immer auch eng mit Körperarbeit verbunden.

Alles, was wir erleben und fühlen findet seinen Ausdruck auch im Körper. Können Gefühle/Impulse nicht oder nur sehr eingeschränkt körperlich ausgedrückt/ausgelebt werden, gibt das einen Hinweis auf  innere Blockaden.

In der Gestalttherapie richtet die Aufmerksamkeit auf das körperliche Erleben um eine Verbindung zwischen Körper und Geist wiederherzustellen.

 

Hier und Jetzt

Es geht darum sich seiner selbst bewusst zu werden:

Was fühle ich? Was möchte ich? Was tue ich? Und auch: Was vermeide ich? Gerade jetzt, hier, in diesem Moment? Wie bin ich gerade in Kontakt mit mir und meiner Umwelt?

Das gesamte Erleben, Fühlen, Handeln eines Menschen kommt in jedem Augenblick zum Ausdruck.

Vor dem Hintergrund der eigenen Lebensgeschichte kann das bewusst Gewordene neu eingeordnet und  gewürdigt werden. So beginnt dauerhafte Veränderung. 

 

Was sind "offene Gestalten"?

Offene Gestalten sind Handlungen/ Impulse, die nicht abgeschlossen, nicht ausgelebt wurden/ werden. Das kann ein fehlender Abschied, ein unausgesprochenes Wort, ein körperlicher Impuls sein. Dauerhaft unterdrückte Impulse können langfristig Störungen verursachen.

Eine offene Gestalt drängt immer zur Schließung hin. Deshalb kann sie zwar unterdrückt, aber so nicht dauerhaft geschlossen und ein Symptom nicht beseitigt werden. Sie bindet Energie und kostet Kraft. Daraus können sich langfristig Störungen und Krankheiten entwickeln.

 

Erlebnisorientierung

Kreative Medien wie z.B. Musik oder Bilder werden in der Gestalttherapie eingesetzt und dienen dazu Inneres zum Ausdruck zu bringen.

In sog. Experimenten kann z.B. auch ein neues Verhalten erst im Rahmen der Beratung/Therapie erprobt und dann in den Alltag übertragen werden.